IAK 2016

Titelthema der IA Konferenz 2016:
"Vision. Strategie. Produkt."

Konzepter, Informationsarchitekten und UX Designer kennen die Kernanforderung, in der jeder Arbeitsprozess früher oder später mündet: Einen mehr oder weniger detaillierten Bauplan für ein zu realisierendes Produkt zu erarbeiten. Bewährte Deliverables dienen dazu, z.B. die Zielgruppe zu konkretisieren (Personas), das Endprodukt umfassend zu beschreiben (Fachkonzept), die Erscheinungsform auszudefinieren (Wireframes) das Verhalten durch Klickdummys (Low- oder High-Fidelity Prototypes) zu demonstrieren und letztlich mit Hilfe von Probanden zu validieren (Usability-Tests).

Doch an welcher Stelle beginnt Aufgabe?

Oft sind Konzepter und UX-Designer bei der Ideenfindung für das Produkt nicht involviert und die Produkt-Vision wurde (implizit oder expizit) im Vorfeld schon durch Dritte definiert, beispielsweise von Seiten des Produktmanagements. Konzepter und UX Designer sind in diesem Fall angehalten, sich eng an dieser Vorgabe zu orientieren und versuchen dann lediglich, der vordefinierten Idee (mit ebenso vordefinierten Anforderungen) eine konkrete User Experience zu verleihen.

Doch ist dies nicht der einzig denkbare Weg. Gerade die kreative und nutzerzentrierte Denkweise von Konzeptern und UX-Designern ist bestens geeignet, Produkt- und Service-Visonen zu entwickeln, die für den Nutzer einen tatsächlichen Unterschied machen, was über Erfolg oder Misserfolg des Produkts entscheiden kann. Konzepter und UX Designer sind in diesem Fall von Anfang an in den Ideenfindungsprozess integriert, und wirken bei der Erarbeitung einer zur Business Strategie passenden Produkt-Vision mit und sind entsprechend auch bei der Formulierung der Anforderungen beteiligt. Diese Verantwortung, die damit einhergeht, reicht bis hin zur Wahrnehmung der Rolle des Product Owners bei der iterativen Umsetzung. Diese Eingebundenheit hat den Vorteil, dass das Produkt von Konzeptern und Designern nicht nur funktional, sondern auch strategisch besser im Blick behalten werden kann, was die notwendige Voraussetzung dafür ist, eine spezifische, zur Strategie passende Form von User Experience auf den Weg zu bringen.

Die IA Konferenz lenkt 2016 das Augenmerk auf Vision und Strategie. “Visionäres” UX Design berührt das Feld der Business Strategie und erfordert Fertigkeiten, die über den engeren Kern der UX-Expertise hinausgehen. Überzeugende Produkt-Visionen zu erarbeiten und greifbar zu machen – als Leitbild für ein valides und erfolgversprechendes Produkt (gleichgültig, ob es sich dabei um eine Webplatform, einen Service oder ein hybrides Produktsystem handelt) – ist ein Feld, das sich Konzepter und UX Designer mehr und mehr erschließen.  Dementsprechend sind strategische Produktentwicklung, UX Strategie und UX Management einige Stichworte, die das Themenfeld der diesjährigen IA Konferenz abstecken. 

Insofern User Experience den Stil und die Qualität der Interaktion zwischen Nutzer/Kunde und einer Organisation definiert, zeigt sich das strategische Potiential, das dadurch erschlossen werden kann. Business Strategie und Experience Strategie zu synchronisieren ist zweifellos eine Herausforderung und ein aktueller Trend, den immer mehr Akteure (auch in den Chefetagen) entdecken. 

Für UX Professionals wird es dementsprechend immer wichtiger, ein strategisches Verständnis und strategische Fähigkeiten zu entwickeln und zu pflegen. Wie geht man die Entwicklung einer Experience Strategie an? Welche Research Methoden bewähren sich dabei? Was sollte man dabei beachten? Wie können Leitmotive gefunden werden, die zur Organisation passen und gleichzeitig in den verwendeten UX Patterns fruchtbar gemacht werden können? Wie kann eine solche Strategie dargestellt und kommuniziert werden? Welche Auswirkungen kann die geglückte Kommunikation einer UX Strategie haben? Diese und weitere Fragen rund um das "Business of Experience" bilden den inhaltlichen Kern der diesjährigen IA Konferenz.

Call for Participation

Der Call for Participation der IA-Konferenz 2016 fragt nach einer strategischen Herangehensweise innerhalb eines "Business of Experience”.

Neben dem Titelthema “Vision. Strategie. Produkt.” stellt die IA Konferenz auch dieses Jahr wieder aktuelle Methoden, Fallstudien und best practices aus Informationsarchitektur und User Experience Design vor und bietet die Gelegenheit, diese zu diskutieren. Deshalb sind innerhalb des Call for Participation auch Beitragsvorschläge, die nicht direkt auf das Titelthema “Vision/Strategie” eingehen, die aber die Anwendung von grundlegenden Methoden aus der Praxis von Informationsarchitektur, Content Strategie und User Experience Design anhand von Fallbeispielen demonstrieren oder als Ideenvortrag neue Sichtweisen anbieten, ausdrücklich erwünscht. 

Einreichung

Einreichungen können per E-Mail ausschließlich unter Verwendung des hier zum Download angebotenen Einreichungsformulars bis zum 29. Februar 2016 an cfp@iakonferenz.org gesendet werden.